Spielberichte
25.2.07 Mobulu Futsal UNI Bern - Futsal Team Schaffhausen
Wie bereits im Halbfinale schien der FC Mobulu dieses kleine Finale zu jeder Zeit im Griff zu haben. Mit dem Sieg wurde es aber wieder nichts, Schaffhausen sicherte sich dank einer Schlussoffensive den Podestplatz.
Es war nicht zu übersehen: Da standen sich zwei Verlierer gegenüber. Den beiden Gruppenersten aus der Meisterschaft steckte die Enttäuschung aus den knappen Niederlagen in den Halbfinals noch in den Knochen. Vor allem Schaffhausen liess zu beginn des Spiels jegliche Spiellust und Lauffreudigkeit vermissen. So konnten die Berner auch dank einem Hattrick des explosiven Gigers die erste Halbzeit für sich entscheiden. Kaum einer zweifelte mehr am Sieg der Mobulesen, liess man die Schaffhauser um Kapitän Kulijci doch Mal für Mal am gewohnt geschickten Stellungsspiel scheitern. Wenn doch mal ein Schuss den Weg aufs Tor fand, bewies Schlussmann Felber seine grosse Klasse. Einige Zuschauer mögen sich gefragt haben, warum die Mannen um Spielertrainer Burki nicht schon im Halbfinal so ruhig und abgeklärt gespielt hatten. Unerklärlicherweise schlug diese für die Berner doch so typische Kompaktheit eine Viertelstunde vor Schluss wieder in Hektik um. Fehlpässe, Stellungsfehler und unnötige Fouls schlichen sich im Spiel ein und ermöglichten den Schaffhausern den Anschluss zum 4:5. Erinnerungen ans Halbfinale wurden wach, erst recht als die Sirene zum Fünften Foul ertönte. Trotz Glanztaten von Torwart „Alexander – der Tintenfisch“ bei den zwei Elfern, die den Schaffhausern in der Folge zugesprochen wurden, gingen die Ostschweizer kurz vor Schluss in Führung. Nachdem die Berner den Torwart zum Ende hin durch einen Feldspieler ersetzten, konnten die Schaffhauser die Führung noch ausbauen und siegten am Ende klar mit 9:6. Der sportlich versöhnliche Abschluss blieb an diesem enttäuschenden Finalturnier aus, doch wurden die Mobulesen zum Schluss mit einer Welle vom treuen Anhang getröstet. Ein Dank an dieser Stelle für die grosse Unterstützung, es war sensationell!
Torwart Felber meinte 2 Tage später in einem Interview mit Pesche Vögeli: „Fusssal? Wewewer ssssspielt schon fussssal?! alles idioten…idioten sag ich u u und Bulle ist schwüll!!!“
Zur Verarbeitung von diesem niederschmetternden Finalturnier soll der Coach – Burkhalter himself seinen Spielern zu ungehemmtem Alkoholkonsum geraten haben. Darauf angesprochen antwortete er: „Hauptsache wir sind im November wieder nüchtern. Dann greifen wir so richtig an. Mobulu wird zurückkehren- und wie!“
Matchtelegramm
Mobulu Futsal UNI Bern - FC Seefeld ZH 7-9 n.V. (6-6, 3-2)
25.2.07 Mobulu Futsal UNI Bern – FC Seefeld ZH
Nachdem die Qualifikation souverän als Gruppenerster abgeschlossen wurde, wartete mit Seefeld ein ziemlich unbekannter Gegner. Zwar resultiere am Hyundaicup ein deutlicher Sieg gegen Seefeld, jedoch war die Aussagekraft dieses Spiels sehr gering, denn Seefeld trat nur mit wenigen Stammspielern auf.
Im Vorfeld des Halbfinales hatte Trainer Kaspar Burkhalter ein striktes Fasnachts- und Alkohlverbot für alle herausgegeben, ganz besonders für die Stimmungskanone Hänsu und den notorischen Säufer Kälin (O-Ton Kälin: Fasnacht ist nur besoffen wirklich Fasnacht). Gemäss den im Bermudadreieck rund um das Kornhaus eingesetzten Spionen des Trainers wurde das Fasnachtsverbot auch tatsächlich eingehalten.
Als zusätzlicher Ansporn gab es bei der Taktikbesprechung vor dem Spiel eine perfekte und emotionale Videovorführung, bestehend aus den besten Szenen der Qualifikation. Verantwortlich dafür war einmal mehr der begnadete und hoch geachtete Motivator "Mitch the Cutter".
Nun aber zum Spiel. Ziemlich schnell geriet Mobulu nach einer schönen Kombination des Gegners über die rechte Seite mit 0-1 in Rückstand. Nach einem lehrbuchmässigen Pass von Spielertrainer Kaspar Burkhalter gelang dessen Bruder Hannes das 1-1. Nun gerieten die Mobulesen so richtig in Fahrt und es war Matthias Heri, der nach einem Gewühl vor dem gegnerischen Tor den Ball zum 2-1 ins rechte Kreuz hämmerte. Das wollte sein ebenfalls bei Mobulu unter Vertag stehende Namensvetter Matthias Bernhard nicht auf sich sitzen lassen und erzielte deshalb kurz danach des 3-1 mit einem schönen Distanzschuss. Nun aber meldeten sich die Zürcher zurück. Einen Schuss des starken Pivots konnte der zum besten Torhüter des Finaltages gewählte Felber zwar zuerst abwehren, anschliessend rutscht der Ball unglücklich doch noch irgendwie ins Tor. Die Pausensirene ertönte und zuversichtlich zogen sich die Mobulus in die Katakomben der Wankdorfhalle zurück. Die zweite Halbzeit begann gut, Hannes der Wühler setzte sich clever auf der rechten Seite durch, seinen Schuss kann der Torhüter nur abprallen lassen und zwar direkt vor die Füsse von Matthias Bernhard, welcher die sich bietende Chance eiskalt zum 4-2 ausnutzt. Der Zweitore-Rückstand aktivierte die Seefelder und sie kamen besser ins Spiel. Immer wieder spielen sie gekonnt ihren Pivot an, welcher auch aufgrund seiner stattlichen Grösse und Postur die Abwehr von Mobulu ein um das andere Mal in Gefahr brachte. Es kam wie es kommen musste und die Zürcher verkürzten zum 4-3. Kurz danach gelang nach einem Abpraller sogar das 4-4. Nun stand das Spiel auf des Messers Schneide und die Intensität nahm merklich zu. Leider zeigte sich dies auch in der Foulbilanz. Durch mehrere unnötige Fouls, teils sogar in der Hälfte des Gegners, hatte Mobulu bereits fünf Mal gesündigt. Jedes weitere Foul bedeutete also einen 10 Meter für die Zürcher. Und wiederum kam es wie es kommen musste und die Zürcher erhielten ihren ersten 10 Meter zugesprochen. Der extra dafür getätigte Torhüterwechsel bei Mobulu machte sich bezahlt, Lötscher hielt den 10 m mirakulös. Nun war die Reihe wieder an Mobulu, etwas für das Resultat zu tun. Mühlemann setzte sich in seiner unnachahmlichen Art durch und erzielte das 5-4. Nun brannten die ersten Feuerwerkskörper in der Südkurve, welche nach dem 6-4 von Probst mit "Schwizer Meischter, Schwizer Meischter" Fanchören kompletiert wurden. Die Zürcher waren etwas verwirrt, vielleicht auch entmutigt. In dieser Phase des Spiels sah Mobulu wie der sichere Sieger aus. Nun hatte Mobulu sogar einen Matchball. Mühlemann stahl dem letzten Verteidiger den Ball und zog von der Mittellinie alleine auf das Tor. Bernhard läuft mit, wird aber von Mühleman nicht gesehen, dieser probiert es alleine und vergibt. Ein 7-4 Vorsprung wäre wohl die Entscheidung gewesen. Jetzt kam der grosse Auftritt des leichtfüssigen und technisch versierten Spielers Jimmy "der Umfaller" von Seefeld. Spieler Jimmy, gemäss Gerüchten ein ehemaliger GC-Nachwuchsspieler nutzte die Übermotivierheit der Mobulesen gekonnt aus. Sein Spezialskill "Fouls schinden" beherrscht er auf Super-League-Niveau. Die kleinste Berührung führt zu einem Faller und seine Dribblings hatten nicht primär das Ziel, den Gegner auszudribbeln, sondern sich so in den Gegner hineinfallen zu lassen, dass der Schiri Foul gibt. Die Aktionen von Jimmy führten zu mehreren 10 m wovon die Zürcher zwei verwandeln konnten. Es stand 6-6 und die reguläre Spielzeit stand kurz vor dem Ende. Als die Schlusssirene ertönte machte sich bei den Trainern und den Offiziellen Ratlosigkeit breit. Ging es nun direkt mit Penaltyschiessen weiter oder folgte doch zuerst eine Verlängerung? Nach langem Palaver wurde klar, dass eine Verlängerung anstand. Das Perfide daran war, dass gemäss Regelwerk in der Verlängerung die Fouls nicht auf Null zurückgestellt werden, sondern weiter zählen. Der traurige Rest ist schnell erzählt. Seefeld machte kaum mehr etwas für das Spiel, sondern provozierte primär Fouls. Leider erwiesen einige Mobulesen dem Gegner den Gefallen und stellten sich äusserst unprofessionell an. Innert kurzen Zeit verwandelte Seefeld drei 10 m und zog auf 9-6 davon. Hannes Burkhalter erzielte zwar noch das 7-9, zu mehr reichte es aber nicht mehr.
Teils enttäuscht von sich selbst, teils aufgebracht über die Schiris, welche nach dieser Partie vom SFV abdelegiert wurden und nun nur noch Frauenvolleyball pfeifen dürfen und teils genervt über die clevere Foulschinderei von Seefeld verliessen die Mobulus mit geneigtem Haupt die Arena. In der Kabine war man sich einig, dass man dem Gegner den Sieg wie ein Geschenk auf dem Silbertableau serviert hatte.
18.2.07 Mobulu Futsal UNI Bern - Lausanne Futsal Club
Mit der Gewissheit den Gruppensieg bereits letzten Sonntag mit einem Unentschieden gegen den einstigen Verfolger Cosmos Genf vor heimischen Publikum gesichert zu haben, traten die Mobulus ihre Reise ins ferne Lausanne an. Die Strassen von Bern lagen noch in der Dunkelheit verborgen als Dave den Weg unter die Räder nahm und seine Mitspieler sicher über die Strassen in Richtung Genfersee chauffierte. Auf der Reise sorgte Mitch wieder einmal für glänzende Augen bei den Frühaufstehern. Diesmal zauberte er schicke Trainingsanzüge zum Vorschein und sorgte so für Begeisterung. Der Anfang zu einen Tag voller Zauberei schien somit geglückt.
Um 9 Uhr sorgte ein Tritt gegen das runde Leder für den Start der Partie Lausanne gegen Mobulu Futsal Uni Bern. Nur drei Minuten später führte einer der folgenden Tritte gegen den Ball zum ersten Treffer für Lausanne. Nicht sichtlich beeindruckt von der frühen Führung der Lausanner antworteten die Berner mit einer Doppel-David-Kombination (Dave spielte auf Dävu, der gekonnt einschob) und sorgten so für den Ausgleich. Doch nach dem Ausgleich zogen sich die Mobulus in die eigene Spielhälfte zurück und gaben sich des Öfteren mit der Erfüllung der Aufgabe, die quirligen Lausanner Angreifer an einem weiteren Treffer zu hindern, zufrieden. Die Berner vermochten es nicht, das Spieldiktat an sich zu reissen und so folgte das Unvermeidliche, einer der Lausanner Angriffe wurde durch ein weiteres Tor abgeschlossen. Durch den Rückstand zu einer Reaktion gezwungen, stürmten die Mobulus etwas entschlossener in Richtung gegnerisches Tor und es war Spieler Heri, der in bekannter Heri-Manier den Ball flach am Torhüter vorbei in die Maschen setzte. Die mitgereisten Berner Schlachtenbummler wären nur zu gerne ein weiteres Mal Augenzeugen von einer der berühmten Auf- und Überholjagden der Mobulus geworden, aber die Lausanner gingen noch vor der Pause zum dritten Mal in Führung und sorgten so für enttäuschte Gesichter bei den Mobulufans.
Die Geschichte der zweiten Hälfte ist kurz erzählt. Die wendigen Lausanner Stürmer verführten die Mobulus immer wieder zu ungestümem Einsteigen, welches vom Schiedsrichterduo meistens als Foul gewertet wurde. So kam es, dass die Lausanner viermal das Vergnügen hatten, den Ball 10 m vor der Berner Torlinie zu setzten und ungehindert aufs Tor zu schiessen. Dank Torhüter Felber reüssierten sie nur einmal. Dieses einzige 10m-Tor für Lausanne bildete dann auch die ganze Ausbeute der zweiten Halbzeit. Die Mobulus waren zu harmlos, um das Spiel noch zu ihren Gunsten zu drehen und folglich war die erste Niederlage der Berner besiegelt.
Nach dem Spiel äusserten neutrale Beobachter die Vermutung, dass sich die Berner wohl für den Finaltag am 25. Februar im Wankdorf geschont haben. Wie dem auch sei, die Mobulus sind zweifelsohne aufs Äusserste motiviert vor heimischen Publikum die von Mitch initiierte Zauberei mit einer Woche Verzögerung fortzuführen, um die entscheidenden Tritte in Richtung Titel zu tätigen!
Matchtelegramm
Mobulu Futsal Team UNI Bern - Lausanne Futsal Club 2:4 (2:3)
Salle de Grand Vennes, Lausanne. - 100 Zuschauer.
Tore: 3. 0:1. 4. Mühlemann (D.Tschan) 1:1. 15. 1:2. 17. Heri 2:2 (Mobulu mit 5 Feldspieler) . 19. 2:3. 37. 2:4 (10m).
Mobulu Futsal UNI Bern: Lötscher (20. Felber); J.Tschan, D.Tschan, K.Burkhalter, Heri; Imesch, Kaelin, Schneeberger, Mühlemann.
11.2.07 Mobulu Futsal UNI Bern - Cosmos Genève
Neben dem Spiel vom vorderen Sonntag gegen Bulle war die Partie gegen Cosmos Genf sicherlich diejenige, auf welche die Mobulus am meisten hinfieberten. Man spielte nicht nur zum zweiten Mal in Folge gegen den direkten Verfolger (die haben ja bekanntlich die Plätze getauscht ;-) , sondern auch noch zu Hause in der proppevollen Unisporthalle. Doch damit nicht genug: zum ersten Mal konnte Mobulu im brandneuen weissen Dress auflaufen, welches, da gerät sogar der Emotionsloseste ins Schwärmen, einfach sensationell aussieht. Mancheiner, so wird gemunkelt, ist auch während des Spiels nicht aus dem Staunen herausgekommen. Getragen von der guten Stimmung ging das Heimteam denn auch beherzt zur Sache. Bereits in der 4. Minute riss es die zahlreichen Zuschauer von den Sitzen, als Roger Probst auf Pass von Dävu (nicht etwa Dave) Mühlemann den gegnerischen Schlussmann bezwingen konnte. Der Start in die Partie war also geglückt, was ja nicht bei jedem Spiel in dieser Saison der Fall war. Auch in der Folge war Mobulu eher das bessere Team, bis der Gegner in der 10. Minute ausgleichen konnte. Dieses Tor bremste den Schwung des Tabellenführers etwas; Cosmos Genf kam nun immer besser ins Spiel und erarbeitete sich die eine oder andere Chance. Der Halbzeitstand von 1:1 entsprach somit dem Spielverlauf. Beim Hinausgehen in die Garderobe konnte man dann mal auf die Ränge hochsehen und schauen, wer dem Ruf gefolgt war. Allerlei Prominez gab uns die Ehre, vom deutschen Abwehrbollwerk über den euphorischen erstsemestrigen Jusstudenten bis zum (Futsal)coach schlechthin war so einiges vertreten. Wäre Letzerer auf der Bank gesessen, so hätte wohl schlussendlich mehr als ein Punkt herausgeschaut; aber alles der Reihe nach. Hobbytrainer Dave Tschan erinnerte jedenfalls in der Pause nochmals an die Ausgangslage. In der zweiten Hälfte konnte das Publikum weiterhin einem spannenden Spiel folgen, wobei hüben wie drüben Torchancen herausgespielt wurden. Eine solche verwandelte Chrischi Kälin in der 27. mit einem seiner gefürchteten Knaller zum 2:1 für Mobulu. Leider hatte dieses Resultat nicht bis zum Schluss bestand: Nach einem fehlerhaften Einkick konnten die Gäste einen Moment der Unachtsamkeit in der Abwehr ausnützen und erneut ausgleichen. Insgesamt ging jedoch das Unentschieden in Ordnung. Der krönende Abschluss war aber zweifelsfrei die Welle, welche die Mobulukurve ihrem Team nach Spielende noch gönnte. Beim anschliessenden Interview unter der Dusche meinte sogar der alte Hase Mike Imesch, dass er da ne Gänsehaut gehabt hätte; und das will doch was heissen, ne?!
Matchtelegramm
Mobulu Futsal Team UNI Bern - Cosmos Genève 2:2 (1:1)
Neufeldhalle, Bern. - 100 Zuschauer.
Tore: 4. Probst (Mühlemann) 1:0. 10. 1:1. 27. Kaelin (Mühlemann) 2:1. 32. 2:2.
Mobulu Futsal UNI Bern: Felber (20.Lötscher); J.Tschan, Bernhard, K.Burkhalter, H.Burkhalter; Imesch, Kaelin, Probst, Mühlemann, Heri.
4.2.07 Mobulu Futsal UNI Bern - Uni Futsal Team Bulle
6 Spiele – 18 Punkte: Langsam wir die Serie unheimlich! Selbst unorthodoxe Hallo-Wach-Aktionen wie der Spaziergang durch die eisigen Weiten der Allmend zu nächtlicher Zeit mögen die Mobulus nicht aus dem Tritt zu bringen. Gegen den aktuellen Schweizermeister und hartnäckigsten Verfolger aus Bulle entwickelte sich von Beginn weg ein äusserst taktisch geprägtes Spiel. Die Abwehr - von Hobby-Captain Mischa Felber bestens organisiert – stand sicher. In der Offensive fehlten aber mit der Ausnahme eines Pfostentreffers von David Mühlemann, dem Übersteiger-Zelebrator, die zwingenden Momente. Bis sich Hannes Burkhalter in der 15. Minute ein Herz fasste und den Gäste-Keeper mit einem „Gewaltschuss“ bezwang. Bis zur Sirene blieb dies der einzige Treffer in der mässig gefüllten Wankdorf-Halle.
Nach der Pause machten die Welschen gehörig Druck. Der „Katze“ Mitch hatten es die Mobulus einige Male zu verdanken, dass die Null auf der Anzeigetafel nicht ersetzt werden musste. Mit Fortdauer der zweiten Hälfte lösten sich die Berner aus der Umklammerung und kamen durch zwei Konter, welche Roger Probst und Matthias Bernhard gekonnt abschlossen, zu einem komfortablen 3:0-Vorsprung. Euphorisiert liessen sich die Mobulus durch die Schlachtenbummler nach vorne tragen. Bulle seinerseits reagierte wie ein angeschossenes Tier und riskierte alles. Und als 85 Sekunden vor Schluss der Anschlusstreffer fiel, schnellte der Puls aller Akteure noch einmal in die Höhe. Mit vereinten Kräften wurden schliesslich die letzten verzweifelten Versuche von Bulle abgewehrt. Zu Tränen gerührt, sagte ein bewegter Alain Geiger nach dem Spiel: „Das ist Futsal in seiner Reinkultur!“ Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen.
Matchtelegramm
Mobulu Futsal Team UNI Bern - Uni Futsal Team Bulle 3:2 (1:0)
Wankdorfhalle, Bern. - 40 Zuschauer.
Tore: 15. H.Burkhalter(K.Burkhalter) 1:0. 25. Probst (D.Tschan) 2:0. 27. Bernhard (K.Burkhalter) 3:0. 30. 3:1, 39. (38:35) 3:2 (Bulle mit 5 Feldspieler).
Mobulu Futsal UNI Bern: Felber; J.Tschan, Bernhard, K.Burkhalter, H.Burkhalter; Imesch, Kaelin, Probst, D.Tschan, Mühlemann, Heri.
21.1.07 Mobulu Futsal UNI Bern - FC Black Stars BS
6.30 Uhr MORGENS! Besammlung in der Mobulu-Stamm-Bäckerei Glatz und schon begann der fünfte Spieltag von Futsal Uni Bern bereits mit einer bösen Überraschung. Nämlich war der Mannschaftsbus aus - bis zu Redaktionsschluss unbekannten Gründen - nicht verfügbar und die flexiblen Mobulesen entschieden sich kurzerhand nominelle Spieler- Zeitnehmer- und Fanclub-Kapazitäten aufzuteilen und sowohl per Zug als auch Auto nach Basel zu reisen.
Noch etwas schlaftrunken, aber topmotiviert begann das Spiel um 9 Uhr auf einem ganz anderen Niveau als das Letzte. Die Black Stars traten mit einer spielerisch und körperlich topkonditionierten 2-Liga-Mannschaft an und der Druck Richtung glänzendem Alexander Lötscher, welcher sich in der Pause mit Mitch Felber abwechselte, war nicht gering, womit Mobulu in der ersten Hälfte dann auch arge Schwierigkeiten zu bekunden hatte. Trotz einigen guten Kombinationen und Abschlussmöglichkeiten der Berner war das Pausenresultat von 0:1 spielverlaufgerecht.
Die Basler machten der Abwehr der Uni-Mutzen mit raschem Kombinationsspiel und häufigem Positionswechsel zu schaffen und es wurde schnell klar, dass mit dem 3-1-Defensivspiel nicht viel entgegenzuhalten war. Im Angriff herrschte zu viel Statik im ansonsten spontanen, dynamischen Bernerspiel und das Zuspielen wurde kaum mit altbekannter filigraner Technik zelebriert, ganz klar auch in erster Linie durch die Aufmerksamkeit der flexibel agierenden Basler.
Etwas musste geschehen und nach dem 2:0 für die Black Stars kurz nach der Pause rollten tatsächlich schon einige der in Scharen angereisten Berner-Fans ihre farbig bemalten Transparente zusammen. Da Niederlagen den Mobulesen gar nicht schmecken, sich die Absprache im Team stetig verbesserte, Mitch Felber die Mannschaft unablässig nach vorne peitschte, die intensiven Muesmatt-Trainingseinheiten sich konditionell langsam auszuzahlen schienen und sogar die bekannt unparteiische Zeitnehmerin ihre Symphatien für den an sich selbst glaubenden Tabellenführer nicht mehr verstecken konnte, ging in der Mitte der zweiten Halbzeit ein entscheidender Ruck durch die Mannschaft. Neuzugang Dave Mühlemann, welcher unablässig fightete und so viele gegnerische Ballverluste und schnelle Angriffsauslösungen provozierte, gab dieser positiven Entwicklung mit einem im Netz landenden Gewaltsschuss aus 20m den entscheidenden Nachdruck. Das Blatt schien sich offensichtlich zu wenden. Wo noch in der ersten Hälfte viele Berner Fehlpässe und Unaufmerksamkeiten zu bekunden waren, spielten die Mutzen je länger je solider und vor allem koordinierter auf. Der Gegner musste in der folgenden Druckphase immer mehr Fouls ziehen und nach einer umstrittenen Situation zwei Minuten vor Schluss durfte Kaspar Burkhalter aufgrund des sechsten geahndeten Basler-Fouls zum 10-Meter-Penalty antreten. Der Ausgleich war perfekt und die Wende in diesem, von Zuschauern als eines der besten SFV-Futsal-Partien titulierten, Aufeinandertreffen vorprogrammiert. Neuspieler Probst, welcher sich schon in den Trainings und in sportartunspezifischen Gesprächen als Glücksgriff erwies und Ebenfalls-Rookie David Mühlemann umspielten in der letzten Spielminute in einer schon fast bilderbuchhaften Manier und Kombination die Basler Verteidigung: Der FC-Bern-Legionär machte den Sieg, den Jubel und die 15 Punkte aus 5 Spielen perfekt.
Matchtelegramm
21.1.07 Mobulu Futsal UNI Bern - FC Black Stars BS 3:2 (0:1)Video
Sporthalle Rankhof. – 20 Zuschauer.
Tore: 12. 0:1, 24. 0:2, 26. Mühlemann 1:2, 38. K. Burkhalter (10m) 2:2, 40. (39:10) Mühlemann (Probst) 3:2.
Mobulu Futsal UNI Bern: Lötscher (20. Felber); Jonas Tschan, Giger, Kaspar Burkhalter, Hannes Burkhalter; David Tschan, Probst, Bernhard, Mühlemann.
14.1.07 Mobulu Futsal UNI Bern – G.S. 1024 Futsal Ecublens
Die Partie gegen das letztplatzierte Ecublens war eine ideale Gelegenheit, den drei neuen Spielern im Kader von Mobulu einen ersten Meisterschaftseinsatz zu ermöglichen. Ronny Giger (SC Worb) und David Mühlemann (FC Bern) konnten sogleich spielerische Akzente setzen und erzielten auch beide einige Tore. David Schneeberger blieb ein Einsatz aufgrund seiner Verletzung vom Vortag leider verwehrt. In seiner Funktion als Busfahrer, gewohnt ruhiger Pol und in Gesprächen über David Beckham, Tony Adams und das weitere Who-is-who des Englischen Fussballs überzeugte allerdings auch er.
Im Tor spielte zum ersten mal Alexander Lötscher, der sich im Zehn-Minuten-Rythmus mit Mischa Felber abwechselte. Die beiden Torhüter hatten zudem für einmal die Möglichkeit sich als Feldspieler zu beweisen. Im Nachhinein waren wohl alle froh, dass dies eine Ausnahme gewesen war – die zusätzliche Konkurrenz hätte doch die eine oder andere bewährte und alteingesessene Stammkraft (ob gerade in der Halle anwesend oder auf Phi-Phi-Island weilend) vor unlösbare Probleme gestellt.
Am Ende standen den 44 Mobulu Toren zwei Treffer von Ecublens gegenüber. Entsprang das erste noch einer schönen Kombination der Westschweizer, gehörte das zweite eher in die Rubrik Pleiten, Pech und Pannen.
Insgesamt war es das erwartet einseitige Spiel – als Auftakt der zweiten Phase nach der Weihnachts- und Neujahrspause hätte diese Partie aber auch zu einem wesentlich ungünstigeren Zeitpunkt anstehen können.
Matchtelegramm
14.1.07 Mobulu Futsal UNI Bern - G.S. 1024 Futsal Ecublens 44:2 (20:0) Video
Sporthalle Rankhof. – 10 Zuschauer. – SR Krieg / Malki.
Mobulu Futsal UNI Bern: Lötscher (11.-20. / 21.-40. Felber); Jonas Tschan(2), Bernhard(3); Kaspar Burkhalter(5), Hannes Burkhalter(12); Giger(7), Mühlemann(8), Felber(5) (11.-20. / 21.-40. Lötscher(2)); Schneeberger (verletzt).
10.12.06 Mobulu Futsal Uni Bern - MNK Tomislavgrad Bern
Drittes Spiel und zum zweiten Mal hiess es „auf nach LeLocle“, diesmal mit dem kleinen Unterschied, dass wir unser Lieblingsvehikel, den Unibus, zur Verfügung hatten. Nachdem sich zur vereinbarten Zeit gerade mal eine einzige Person am Treffpunkt Bäckerei Glatz eingefunden hatte, verschaffte ein kurzes Telefonat Klärung. Mit einigen Minuten Verspätung konnte das Reisli in den Jura in Angriff genommen werden. „Reisli“ vielleicht auch deshalb, weil man den heutigen Gegner in einem Freundschaftsspiel während der Off-Season recht deutlich bezwungen hatte? Eventuell rechneten einige Mobulus tatsächlich in ihrem Innersten bereits mit drei einfachen Punkten. Nix da!
Spätestens in der Garderobe hätte uns eigentlich klar werden sollen, dass man es heute mit einem topmotivierten Gegner zu tun bekommen würde. Der Gesang unserer Kontrahenten verdiente sich sicher nicht die besten Stilnoten, übertraf aber zweifelsohne den Dezibel-Pegel einer durchschnittlichen Diskothek. Dass die Kicker von Tomislavgrad gewillt waren, an diesem Tag mehr als nur Durchschnittliches zu leisten, wurde auch beim Einlaufen ersichtlich: selbst das ungeschulte Fussballauge konnte feststellen, dass in dieser Equipe Jedermann bereit war, das Hinterste und Letzte aus sich herauszuholen.
Was das Spiel anbelangt, so bekamen die mitgereisten Fans (neben dem beachtlichen Tomislav-Anhang waren Kamerafrau Irina und Masseuse-Anwärterin Lisa zugegen) lange eine an Höhenpunkten arme, zerfahrene Partie zu sehen. Pikanterweise waren es die Tomislavograder, welche die besseren Chancen zu verzeichnen hatten und in der ersten Halbzeit nach einem Foul zu einem 7-Meter kamen. Dieser wurde aber kläglich vergeben. Auf Seiten von Mobulu passte indessen praktisch gar nichts zusammen: schlechter Spielaufbau, unnötige Ballverluste, fehlendes Durchsetzungsvermögen. Leithammel und Goalielegende Mitch Felber liess sich beim Pausentee folgerichtig nicht zweimal bitten und appellierte mit breiter Brust an unseren Stolz.
Die zweite Halbzeit begann so, wie die erste aufgehört hatte: Mobulu liess sich in die eigene Platzhälfte zurückdrängen und kam nun noch stärker unter Druck. Mitte der zweiten Halbzeit nutzte der Gegner eine Unkonzentriertheit auf der rechten Abwehrseite aus – J.T. war mit seinen Gedanken ganz offensichtlich gerade bei H.K. aus D. - und traf zum längst fälligen 1:0. Dieses Tor verleihte dem Spiel die nötige Würze und führte dazu, dass Mobulu endlich aus dem Tiefschlaf erwachte. Praktisch im Gegenzug konnte Mike Imesch nach einem schönen Zusammenspiel mit D. Tschan den vielumjubelten Ausgleichstreffer markieren. Das Spiel drehte nun komplett. Mobulu griff jetzt früher an und setzte seinerseits den Gegner unter Druck. Es folgte eine Phase mit zum Teil unnötigen Fouls auf beiden Seiten, die unweigerlich 10-Meter nach sich zogen. M. Bernhard war der erste, der es versuchte und mit seinem gezielten Schuss auch sogleich reüssierte. Auf der anderen Seite war Tomislavgrad wenig später im Nachschuss erfolgeich. Zwei Penalties und drei Grosschancen später fasste sich Chrischi Kaelin ein Herz und verwandelte den vierten Mobulu-10er zur 3:2 Führung. Zu spielen waren noch knapp zwei Minuten, die Devise aus Mobulu-Sicht sonnenklar: Kasten reinhalten! Einmal mehr konnte an diesem Tag ein Vorsatz nicht eingehalten werden. In einer an Hektik kaum überbietbaren Schlussphase kam Tomislavgrad eine halbe Minute vor Schluss mit einem fünften Feldspieler nach Corner und anschliessendem Weitschuss zum Ausgleich. Nach Augenzeugenberichten wurde Keeper Felber dabei zum wiederholten Mal in der noch jungen Saison zwischen den Hosenträgern erwischt? Doch damit nicht genug: ein nicht ganz astreines Tor durch Entraîneur Kasparov Burkhalter bescherte Mobulu zwei Sekunden vor Schluss doch noch den sporadisch (ähhhh Mike?) umjubelten Siegestreffer. Alle Proteste der Tomislavgrader, die in dieser Situation ein Foul unseres Freistilringers M. Bernhard gesehen haben wollten, blieben erfolglos.
Nachdem sich die Gemüter endlich etwas beruhigt hatten begaben sich die Mobulesen zu Beethoven’s Symphony Nr. IX unter die Dusche. Dem einen oder anderen wäre wohl „Fear of the Dark“ lieber gewesen, doch wollte man angesichts der angespannten Situation auf jegliche Provokationen verzichten. Erschwerend wirkten sich an diesem Nachmittag sicher die Absenzen der beiden Mobulesen Spieler Heri und Housi Burkhalter aus, das Offensivpotential war dadurch merklich eingeschränkt. Alles in allem kamen wir zu einem glücklichen Sieg der uns neben drei Punkten auch gleich die Wintermeisterschaft bescherte.
Matchtelegramm
10.12.06 NK Tomislavgrad - Mobulu Futsal UNI Bern 3:4 (0:0)
Halle polyvalente, Le Locle. - 20 Zuschauer.
Tore: 28. 1:0, 31. Imesch (D. Tschan) 1:1, 34. Bernhard(10m) 1:2, 36. 2:2, 38. Kälin(10m) 2:3, 40 (39:27) 3:3 (Tomislavgrad mit 5 Feldspielern), 40. (39:57) K. Burkhalter (Bernhard) 3:4.
Mobulu Futsal UNI Bern: Felber; Imesch, Kaelin, Jonas Tschan; David Tschan, Kaspar Burkhalter; Bernhard.
3.12.06 Mobulu Futsal Uni Bern - FC Porrentruy
Bereits als der Spielplan vom SFV bekanntgegeben wurde, rümpften einige Mobulus ob des Spielbeginns und des Spielortes unserer 2. Meisterschaftspartie die Nase. Um 09:00 Uhr in der Früh mussten wir in Le Locle gegen den FC Porrentruy antreten. Von 2.5 Stunden Anfahrt war im Vorfeld die Rede; glücklicherweise hatte da wohl jemand den Geographieunterricht geschwänzt... Wir waren jedenfalls bereits nach gut einer Stunde am Ziel. Nach der kurvigen Fahrt im dichten Nebel machten dann allerdings einige von uns nicht den fittesten Eindruck. Insbesondere unsere Kamerafrau sah doch etwas mitgenommen aus. Den Gegner kannten wir bereits aus dem letztjährigen Cup. An den schönen Ausgleichstreffer von Pädi Lämmle - gleichbedeutend mit der Qualifikation für die Viertelfinals - mag sich wohl noch ein jeder erinnern.
Im Gegensatz zum ersten Spiel mussten wir diesmal nicht mit dem eierförmigen Pumaball spielen, was wir doch sehr begrüssten. Insbesondere unser Neuzuzug Mätthu Bernhard schien sich über diesen Wechsel zu freuen, erzielte er doch bereits nach 3. Minuten das erste Tor für Mobulu. Umstellen mussten wir auch hinsichtlich der Spielweise des Gegners. Während Peseux Comète das Spiel primär auf ihre starken Pivots ausrichteten, war bem FC Porrentruy kein überragender Spieler auszumachen. So hatte der Gegner in der Startphase ausser einem Lattenschuss nicht viele Chancen zu verzeichnen. Dafür standen sie in der Defensive etwas besser. Gegen den satten Schuss von Chrischi Kälin - liebevoll auch Mutscherl genannt - in der 8. Minute war dann allerdings kein Kraut gewachsen. Leider mussten wir in der Folge unnötigerweise den Anschlusstreffer hinnehmen, nachdem sich der gegnerische Flügel auf der Seite durchsetzen konnte und Mischa Felber - wohl der bissigste Schlussmann im Grossraum Bern - aus spitzem Winkel zwischen den Hosenträgern erwischte. Trotz des Gegentreffers hatte Mobulu das Spiel jedoch über weite Strecken im Griff. Mit altem Schuhwerk erhöhte Spieler M. Heri noch vor der Pause auf 3:1. In der zweiten Hälfte zogen wir uns vorwiegend in die eigene Hälfte zurück und lauerten auf Konter. Ein solcher wurde von Kaspar Burkhalter in der 27. Minute zum 4:1 ausgenützt. Die Partie war somit vorentschieden, wenngleich der FC Porrentruy nach schönem Zuspiel nochmals auf 2 Tore herankam. Interessant, dass auch dieser zweite Treffer des Gegners nicht auf dem Videoband zu finden ist. Die Clubleitung sollte wohl das Kleingedruckte des Vertrages mal genauer unter die Lupe nehmen... Dass das Spiel schlussendlich nicht höher gewonnen wurde, lag auch an der mangelhaften Chancenauswertung. Mike Imesch, Jonas Tschan und mehrere Male Mätthu Bernhardt vergaben aus aussichtsreichen Positionen. Da wird wohl eine Sonderschicht Torschusstraining bei unserem Spitzgagulehrmeister Antonio nötig sein. Wie bei David Tschan gesehen, muss man sich da wohl einfach etwas in Geduld üben, bis die Schinderei Früchte trägt. Unter der heissen Dusche war die Stimmung anschliessend aber jedenfalls ausgelassen. Sogar der sonst so nüchterne Chrischi Kälin stimmte ein in den Gesang.
Abschliessend war es zwar kein glanzvoller, aber dennoch verdienter Sieg.
Der Dank gilt diesmal Jill, die sich als Zeitnehmerin zur Verfügung gestellt hat.
Matchtelegramm:
FC Porrentruy - Mobulu Futsal UNI Bern 2:4 (1:3) Video
03.12.06 Halle polyvalente. 10 Zuschauer.
Tore: 3. Bernhard (K.Burkhalter) 0:1, 8. Kälin (D.Tschan) 0:2, 11. 1:2, 13. Heri (J.Tschan) 1:3, 27. K. Burkhalter (Bernhard) 1:4,
31. 2:4
Mobulu Futsal UNI Bern: Felber; Imesch, Kaelin, David Tschan, Jonas Tschan; Kaspar Burkhalter; Bernhard, Heri.
26.11.06 Mobulu Futsal Uni Bern - FC Peseux Comète
Bei unserem ersten Auftritt in der Nationalliga A wartete mit dem FC Peseux Comète bereits ein erster harter Brocken auf uns, wurde das Team doch Dritter bei der letztjährigen Schweizermeisterschaft.
In unseren intensiven Trainingseinheiten versuchten wir uns mit dem Spielsystem 1-2-1 anzufreunden, nachdem wir in der vorherigen Saison noch mit einem unkonventionellen 2-2 aufgelaufen sind. Die Trainings deckten aber eklatante Schwächen im Defensivverhalten auf, so dass wir uns entschieden, beim ersten Ligaspiel wieder mit dem aus unserer Sicht defensiv stabileren 2-2 anzutreten. Wir wussten aber, dass unser Gegner mit einem klassischen Pivot spielt und es primär gilt, die Pässe zu ihm zu unterbinden.
Das Spiel war noch keine 2 Minuten alt, als es bereits zum ersten mal in unseren Maschen läutete. Der brandgefährliche Pivot des Gegners kriegte den Ball mit stark bodenspielverdächtigem Einsatz doch noch unter Kontrolle und nutzte so eine kleine Verwirrung innerhalb unserer Verteidigung aus. Weitere zwei Minuten später stand es bereits 2:0. Ein langer Ball des Gegners landete wiederum in den Füssen des Pivots. Unser Stellungsspiel war mangelhaft, so dass wir den Gegner nicht doppeln konnten und sich dieser bei einem 1 vs 1 relativ einfach durchsetzen konnte. Zweiter Schuss an diesem Tag von Peseux, zweites Tor! Unglaublicher Fehlstart unserseits. Hatte da wohl einer zuwenig gefrühstückt an diesem sonnigen Sonntag morgen?
Seis drum, Trainer Käspu tat was es zu tun gilt in solchen Situationen. Er nahm nach 4 Minuten das erste Timeout. Das Spielsystem wurde geändert und mit dem 1-2-1 dem Gegner angepasst. Diese Umstellung zeigte Wirkung. Zum einen kam der Gegner praktisch zu keinen Chancen mehr in der ersten Hälfte, und zum anderen traten nun auch wir endlich offensiv in Erscheinung. Es war unser Neuzugang Mätthu Bernhard, der nach Vorarbeit des anderen Mätthu, genannt Spieler Heri, den Anschlusstreffer mit einem satten Schuss bewerkstelligte. Dieses Tor beflügelte uns und nach einer herrlichen Kombination über mehrere Stationen vollendete Spassvogel Hannes zum verdienten 2:2. Der Gegner tat sich in der Folge schwer mit unserer neuen Formation und immer wieder konnten wir ihre Pässe zum Pivot unterbinden. Daraus entstanden jeweils gute Kontermöglichkeiten mit Überzahlsituationen. Bei einem dieser blitzartigen Gegenstösse unsererseits, gelangte der Ball zu Dave Tschan, der nicht lange fackelte und per „Spitzgagu“ den Ball ins untere rechte Toreck beförderet. 2:3 und somit erstmalige Führung Mobulus. Der Jubel war gross-insbesondere die Tschanfäuste wurden geballt. Kurz danach hiess es wieder „Drin das Ding“ als sich Kälin ein Herz fasste und per flachem Weitschuss reüssierte.
Zum Pausentee sah man rundum zufriedene Gesichter und man war sich der Sache eigentlich ziemlich sicher, war doch Mobulu die dominante Mannschaft und brachte den Ballbesitz auf 60 Prozent.
Die zweite Hälfte verlief dann wie erwartet. Peseux setzte alles auf eine Karte und startete einen Sturmlauf. Ihre Rechnung ging vorerst nicht auf, da in unseren Reihen der Mann mit dem präzisen „Spitzgagu“, Dave Tschan, war. Passgeber übrigens einmal mehr Spieler M.Heri. Doch im Futsal ist in einer Hälfte vieles möglich und dies war auch an diesem Tage nicht anders. Das Pressing von Peseux führte zu einigen Abspielfehler in unseren Reihen. Dass man vor dem Strafraum den Ball nicht quer spielt, lernt man eigentlich in der D-Jugend. Wir taten es trotzdem und schon war der Ball im Gehäuse. Neuer Spielstand 3:5. Als der Ball nach einem weiteren Spitzgagel von Dave Tschan im Tor landete, dachte manch einer in der Halle an die frühzeitige Entscheidung. Doch dieses 3:6 war nicht von langer Dauer. Praktisch im Gegenzug kassierten wir ziemlich unnötig das 4:6.
Zu erwähnen sei noch, dass sich unser Motivator und Schreihals im Tor, Mitch Felber, im Gegensatz zur ersten Hälfte mit einigen gelungen Paraden auszeichnen konnte.
Nach einem Gestocher vor unserem Tor und einem cleveren Zuspiel des gegnerischen Pivots, verkürzten die Romands auf 5:6. Das grosse Zittern war nun angesagt.
Es war Spieler M.Heri, zuvor primär als Passgeber aufgefallen(4 Assists), der das vielumjubelte Tor zum 7:5 erzielte. Dies tat er in abgeklärter Manier. Er umspielte Gegenspieler plus Torwart und schloss eiskalt ab - ein schönes Tor. Der Pass kam übrigens vom Trainer.
Das Spiel dauerte danach noch 5 Minuten, in welchen wir wie auch der Gegner jeweils einen Elfmeter zugesprochen hielten. Beidseitig wurde verschossen. Der Elfer des Gegners landete am Pfosten, weil sich der Schütze vom heftigen Geklatsche unseres Torhüters ablenken liess. M.Heri als Elferschütze in unserem Team machte eigentlich alles richtig, doch der gegnerische Keeper war für einmal auf der Höhe des Geschehens und reagierte beim Flachschuss mirakulös. Es blieb beim alles in allem verdienten 7:5 für uns.
Wir waren die bessere Mannschaft an diesem Tag. Zu berechenbar war der Gegner, der praktisch nur durch die Mitte angriff und zu fest von seinen Pivotspielern abhängig ist.
Mann des Spiels war zweifelsohne D.Tschan. Es war allerdings nicht der Tag des Chris Kälin.
An dieser Stelle noch ein grosses Dankeschön an Irina Felber, die unseren Auftritt per Videokamera aufgenommen hat.
Der Saisonstart ist uns somit geglückt.
Und jetzt alli: "Mobulu ooooo, Mobulu oooooooo!"
Matchtelegramm:
FC Peseux Comète – Mobulu Futsal UNI Bern 5:7 (2:4) Video
26.11.06 Rankhof. – 20 Zuschauer.
Tore: 1. 1:0, 4. 2:0, 9. Bernhard (Heri) 2:1, 13. Hannes Burkhalter (D.Tschan) 2:2, 15. David Tschan (Heri) 2:3, 16. Kaelin 2:4, 22. David Tschan (Heri) 2:5, 23. 3:5, 27. 4:5, 28. David Tschan 4:6, 33. 5:6, 37. Heri (K.Burkhalter) 5:7.
Mobulu Futsal UNI Bern: Felber; Imesch, Kaelin; David Tschan, Jonas Tschan; Hannes Burkhalter, Kaspar Burkhalter; Bernhard, Heri.