Interview mit Santiago Monti

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Mobulu Futsal


Mobulu Futsal Uni Bern gehört zu einem der grössten und traditionsreichsten Vereinen in der Schweizer Futsal-Liga. In über 100 Pflichtspielen hat die erste Mannschaft knapp 600 Tore erzielt, einen Aufstieg realisiert, zweimal die Playoff-Halbfinals erreicht, einen Meistertitel gefeiert und am UEFA-Futsal-Pokal teilgenommen. Neben der SFPL stellt Mobulu zwei NLB-, eine 1. Liga-Mannschaft sowie ein Frauenteam.

Interview mit Santiago Monti

Die 1. Mannschaft leidet in ihrer Vorbereitung, Schuld daran ist Santiago Monti. Er ist als Konditionstrainer zweifacher Meister in Argentinien, Viertplatzierter bei der Copa Libertadores und auch im Profifussball ein angesehener Mann - unter anderem arbeitete er mit Federico Insua oder Lucas Pratto zusammen. Im Interview spricht er über seinen Vorbereitungsplan und seine Ideologie des Teamsports. An dieser Stelle muchas gracias por tu tremenda ayuda, Zurdo!

Mobulu: Santiago Monti, wie fühlt man sich als meistgehasste Person in Bern?
Santiago Monti: (lacht) Ich selber liebe es, das Maximum aus meinem Job herauszuholen und genau das verlange ich auch von den anderen. Aber ich denke, die Jungs werden im Verlaufe der Saison sehr von ihrer jetzigen Arbeit profitieren.

M: Wieso denkst du, dass diese Strapazen eine wichtige Grundlage für die anstehende Saison ist?
SM: Ich bin davon überzeugt, dass die intensive Arbeit der Schlüssel im Teamsport ist. Deshalb dauern meine Trainings nie mehr als eine Stunde. Wenn es das Team schafft, diesen Rhythmus über die Saison zu halten, wird es ein ausserordentlich schönes Jahr.

M: Wo liegt der Unterschied im Konditionstraining vom Futsal zum Fussball?
SM: Für mich liegt die Differenz insbesondere in den Distanzen. Im Futsal gibt es viel mehr Aktionen mit hoher Intensität und auf engerem Raum. Deshalb hat der Spieler kaum Zeit für aktive Erholung. Meine Arbeitsmethode geht auf rund 90% mit dem Ball zurück. Im Futsal muss man permanent Entscheidungen treffen, deshalb ist es sehr wichtig, immer mit höchster Intensität zu trainieren und sich somit daran zu gewöhnen, auch bei Müdigkeit die richtige Entscheidung zu treffen.

M: Du arbeitest bereits mit einigen und grossen Teams zusammen. Wie konnte dich Javier Fernandez überzeugen, mit Mobulu zusammen zu arbeiten?
SM: Glücklicherweise habe ich im Futsal und Fussball viel Arbeit. Javi ist ein guter Freund und eine sehr kompetente Person. Bereits bei unserem ersten Treffen habe ich sofort gemerkt, dass er anders ist, nicht nur im Spiel, sondern mit seiner besonnenen und intelligenten Art. Zu Beginn habe ich etwas gezögert, weil ich gerne mit den Spielern vor Ort arbeite. Aber ich spürte, dass Javi diese Hilfe brauchte. Ausserdem war es eine gute Gelegenheit, meine Arbeitsmethode auch in der Schweiz zu präsentieren.

M: Wie wird die Zusammenarbeit in dieser Saison aussehen?
SM: Ich bin eine Person, die keine halbe Sachen machen kann, deshalb werde ich bei allen physischen Trainings involviert sein. Es wird nicht leicht, dennoch werde ich alles dafür geben, dass Mobulu seine Ziele erreicht.

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